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erschienen in Der Fels 8-9/2006

Fritz Poppenberg:

Von Magiern und Wissenschaftlern

Gedanken zum Thema "Intelligent Design"

Fritz Poppenberg, geboren 1949, Lehrausbildung zum Farbenlithografen, Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, Kameramann und / oder Regisseur bei Spielfilmen, Fernsehfilmen und Dokumentarfilmen, 1997 Gründung der unabhängigen Filmproduktionsfirma Drei Linden Film sowie Aufnahme der Vertriebstätigkeit

Mein Freund Uly ist von Beruf Zauberkünstler. Kürzlich überraschte er sein Publikum damit, wie er aus einem Stofftier einen bellenden, lebendigen kleinen Hund machte.
Das Publikum war begeistert. Sein Applaus galt jedoch nicht der Fähigkeit des Zauberers, aus toter Materie etwas Lebendiges hervorgebracht zu haben, nein, er galt dem Geschick, die Illusion erzeugt zu haben.
Nur kindliche Gemüter glauben, dass Uly wirklich aus altem Papier Geldscheine, aus Luft goldene Ringe zaubern und aus leeren Vasen lebende Mäuse heraus spazieren lassen kann.
Doch Achtung! Sind nicht die meisten von uns solch kindliche Gemüter, wenn es um die Glaubwürdigkeit des großen Illusionisten Charles Darwin und seiner Zauberlehrlinge geht, die uns allen Ernstes weis machen wollen, dass sich aus einer kleinen Spitzmaus der Mensch, dass sich aus einer Amöbe Goethe entwickelt hat?
Die abenteuerlichste Zumutung für unseren Verstand aber ist nach wie vor die Behauptung, dass tote Materie dazu in der Lage sei, Leben hervor zu bringen.

Wenn Uly sein Geheimnis aufdecken soll, dann schweigt er vornehm und wir wissen warum. Die Elemente seiner Zauberei sind allzu irdischer Natur und hier lautet das Gesetz: Leben kommt nur aus Lebendem - und nicht aus toten Stofftieren.
Doch auch die Magier der Evolutionstheorie schweigen. Denn wie anders als Schweigen können wir ihre Auskunft bewerten, dass in quasi unendlichen Zeiträumen, die kein Mensch begreifen kann, mit Hilfe des nebulösen Zufalls und der Selektion, die nur töten, aber kein Leben erschaffen kann, die erste lebende Zelle aus toter Materie entstanden sein soll?

Sind wir leichtgläubig und autoritätshörig, dann stellen wir die Bücher von Darwin und Jacques Monod - um nur zwei der Illusionisten zu nennen - an eine besondere Stelle in unserem Bücherschrank, ohne sie gründlich gelesen zu haben und bleiben im Bann ihrer Magie. Sind wir es nicht, fragen wir: wo, bitteschön, ist das wissenschaftliche Experiment?
Wo und wann ist es jemals gelungen, auf der Grundlage der Darwinschen Theorie einen Grashalm zu erschaffen, oder eine einfache Bakterie? Oder noch bescheidener: wo und wann wurde eine lebende Zelle erzeugt?
Dem hochmütigen "Darwin des Kontinents", Ernst Haeckel, war noch die Zelle "einfach ein kleiner Klumpen einer eiweißhaltigen Kombination aus Kohlenstoff", kaum zu unterscheiden von einem Wackelpudding.
Haeckels Gebeine sind längst vermodert, aber der Wissenschaft ist es freilich immer noch nicht gelungen, den angeblich einfachen Klumpen zu erzeugen.
Doch ganz im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Fakten, die der Darwinschen Evolutionstheorie "fauler Zauber" zurufen, genießen Darwin und seine Nachfolger heute höchsten wissenschaftlichen Ruhm, wobei sich übrigens die Frage erhebt, ob es wirklich nur Zufall ist, dass ihre Machtinsignien der Tod und die Zerstörung sind - Selektion und Mutation.

Der Siegeszug der Darwinschen Theorie quer durch alle Lebensbereiche ist um so erstaunlicher, je mehr man bedenkt, dass seine Theorie von Anfang an mit guten Argumenten und keineswegs allein von Vertretern der Kirchen kritisiert worden ist.
Es gab Naturbeobachtungen und wissenschaftliche Arbeiten, die mit Darwins Behauptung vom gnadenlosen Kampf, den nur die Tüchtigsten überleben, nicht überein stimmten. So ergaben Studien des russischen Naturbeobachters Graf Pjotr Kropotkin um 1900, dass Pflanzen und Tiere nicht durch gnadenlosen Kampf, sondern durch Kooperation und Symbiose (über) leben.
Und der Mönch und Forscher Johann Gregor Mendel legte eine wissenschaftliche Arbeit zur Vererbung vor, die den Wissenschaftszweig der Genetik begründete, aber von den herrschenden Darwinisten lange ignoriert oder verspottet wurde.
Grund dafür: Mendels Arbeit bestätigte den biblischen Gedanken von der Konstanz der Arten und nicht den Darwinschen von der grenzenlosen Wandelbarkeit. Doch der atheistische Zeitgeist feierte nicht den Wissenschaftler Mendel, sondern die Spekulationen Darwins.

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