« Reaktionen Übersicht | Artikel "Von Magiern und Wissenschaftlern" drucken Seite ausdrucken

Das 19. Jahrhundert war die Zeit von Marx, Darwin und Haeckel, die keine Mühe scheuten, die Bedeutung der Information zu leugnen und die Frage nach ihrer Herkunft aus zu schließen. Alles wurde von ihnen auf Materie und Energie zurück geführt. Selbst die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts befand sich weitgehend in ihrem Würgegriff, will man von den ganz Großen wie Einstein, Heisenberg und Max Planck absehen, die souverän auf Geist und Intelligenz als Ursache hinter der materiellen Welt hinwiesen.

Die berechtigte Frage danach, woher die Information des Lebens kommt, berührt also den empfindlichsten Nerv der Herrscher dieser Welt, und wie sehr sie ihn trifft, kann man leicht an den ehrabschneidenden Reaktionen führender Evolutionsbiologen ablesen.
Dabei stellen wir die Frage nach Intelligent Design täglich, oft ohne uns darüber bewusst zu sein. Kürzlich fand ich auf einem Feld ein Steinbeil, vielleicht tausend, vielleicht dreitausend Jahre alt. Die Kriterien, die uns erlauben, diesen von intelligenten Urhebern hergestellten Stein von den anderen natürlichen Steinen zu unterscheiden, veranlassten den Mathematiker William Dembski, ebenfalls ein Pajaro Dunes Forscher, zu einer wissenschaftlichen Arbeit über Intelligent Design.
In der Archäologie, in der Gerichtsmedizin oder bei der Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenz stellen wir selbstverständlich die Frage nach Intelligent Design: Ist dieser Mensch eines natürlichen Todes gestorben, oder ist er von einem intelligenten Urheber, vielleicht einer Person, die an sein Erbe wollte, vergiftet worden? Stammt eine akustische Signalfolge vor dem Hintergrund des kosmischen Rauschens vielleicht von einer fremden Intelligenz, oder kam sie zufällig zustande?
Doch ausgerechnet im Bereich der Lehre vom Lebendigen, der Biologie, ist diese Frage streng verboten. Wer sie trotzdem stellt, wird umgehend als Kreationist oder Fundamentalist stigmatisiert und ist in höchster Gefahr, seinen Beruf zu verlieren. Noch ist die Magie der Darwinschen Lehre vom Lebendigen, das aus dem Toten entsteht, als verinnerlichtes Gedanken - und Handlungsgut zehntausender von Biologielehrern und Biologen wirksam. Doch da sich, wie wir aus der Wissenschaftsgeschichte wissen und am Beispiel Johann Gregor Mendels studieren können, früher oder später die wissenschaftlichen Daten und Fakten durchzusetzen pflegen, und da aus der Handvoll Wissenschaftler von Pajaro Dunes inzwischen hunderte geworden sind, blicke ich gespannt in die Zukunft.
Steve Meyer: "Und während wir nun in die Biologie des Informationszeitalters eintreten, wächst die Vermutung, dass das, was wir in Zusammenhang mit dem DNA-Molekül beobachten, eigentlich das Meisterwerk eines Verstandes ist, etwas, das nur mit ‚Intelligent Design' erklärt werden kann."

zum Seitenanfangzum Seitenanfang